Pflege · ca. 6 Minuten Lesezeit
Fell, Krallen und Zähne: Hundepflege einfach erklärt
Wie oft baden, wie Krallen kürzen, und warum die Zähne so wichtig sind: Die Grundlagen der Hundepflege, ohne großen Aufwand.
Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026 · von Marvin

Das Wichtigste in Kürze
- Wie viel Fellpflege nötig ist, hängt vom Felltyp ab.
- So selten wie möglich baden, und dann mit mildem Hundeshampoo.
- Krallen lieber wenig und öfter kürzen, beim Schleifen nicht auf einer Stelle bleiben.
- Zahnpflege ist wichtiger, als viele denken. Fester Zahnstein gehört zum Tierarzt.
Das Fell: je nach Felltyp
Wie viel Fellpflege dein Hund braucht, hängt stark vom Felltyp ab:
- Kurzhaar: braucht kaum Pflege. Gelegentlich mit einem Gummistriegel oder Handschuh drüber, besonders im Fellwechsel, reicht meist.
- Langhaar und Doppelfell: regelmäßig bürsten, damit sich keine Knoten und Filz bilden. Im Fellwechsel oft täglich.
- Lockiges Fell wie bei Pudeln: wächst ständig nach und braucht regelmäßiges Bürsten und Schneiden, oft beim Hundefriseur.
Baden: so selten wie möglich, so oft wie nötig
Hunde müssen nicht regelmäßig gebadet werden. Zu häufiges Waschen kann die Haut austrocknen. Manchmal führt aber kein Weg daran vorbei, spätestens wenn sich dein Hund in etwas gewälzt hat, das man lieber nicht riechen möchte.
- Oft reicht lauwarmes Wasser ohne Shampoo.
- Wenn Shampoo, dann ein mildes Hundeshampoo. Menschenshampoo ist für Hundehaut nicht gemacht.
- Gründlich ausspülen, damit keine Reste auf der Haut bleiben.
- Danach gut abtrocknen, besonders im Winter.
Die Krallen: schleifen statt knipsen
Wer viel auf Asphalt läuft, nutzt die Krallen oft von selbst ab. Bei vielen Hunden, vor allem kleinen oder älteren, werden sie aber zu lang. Ein Zeichen dafür: Du hörst die Krallen auf dem Boden klackern.
Statt einer Krallenzange kannst du einen Krallenschleifer nutzen. Der Vorteil: Du nimmst nur so viel ab, wie nötig ist, und quetschst die Kralle nicht. Darauf solltest du achten:
- In der Kralle verlaufen Blutgefäße und Nerven. Bei hellen Krallen siehst du sie als rosa Bereich, bei dunklen nicht. Deshalb lieber wenig und öfter abnehmen.
- Nicht zu lange auf einer Stelle halten. Durch die Reibung wird die Kralle schnell heiß, und das ist unangenehm für deinen Hund.
- Langsam an das Geräusch gewöhnen: erst einschalten, Leckerli, ausschalten. Dann kurz an eine Kralle halten.
- Unsicher? Lass es dir beim Tierarzt oder im Hundesalon einmal zeigen.
Die Zähne: oft unterschätzt
Zahnstein und entzündetes Zahnfleisch sind bei Hunden sehr häufig, besonders bei kleinen Rassen. Mundgeruch kann ein erstes Zeichen sein. Was du tun kannst:
- Zähneputzen mit Hundezahnbürste oder Fingerling und Hundezahnpasta ist die gründlichste Methode. Menschenzahnpasta gehört nicht ins Hundemaul.
- Langsam daran gewöhnen: erst nur die Lefzen anheben, dann mit dem Finger über die Zähne, dann mit Zahnpasta.
- Kauartikel und spezielle Produkte zur Zahnpflege können die tägliche Pflege unterstützen.
- Regelmäßig beim Tierarzt in den Mund schauen lassen. Fester Zahnstein lässt sich zu Hause nicht entfernen.
„Pflege klappt am besten, wenn sie ganz nebenbei passiert."
Augen, Ohren und Pfoten
- Augen: Kleine Verkrustungen in den Augenwinkeln vorsichtig mit einem feuchten, weichen Tuch entfernen.
- Ohren: regelmäßig anschauen. Riechen sie unangenehm, sind sie gerötet oder kratzt sich dein Hund oft, ab zum Tierarzt. Nie mit Wattestäbchen in den Gehörgang.
- Pfoten: nach dem Spaziergang kurz auf kleine Steinchen, Dornen oder Risse schauen.
Und Toby?
Toby ist ein Kurzhaar, bürsten müssen wir ihn nicht. Gebadet wird er trotzdem recht regelmäßig, denn er liebt alles, was stinkt. Wir wohnen auf dem Land, und Gänsekot oder Kuhfladen sind für ihn beliebte Wälzplätze.
Die Krallen schneiden wir nicht, wir schleifen sie. So nehme ich nur ab, was nötig ist. Zähneputzen habe ich eine Zeit lang gemacht. Inzwischen bekommt Toby für die Zahnpflege ein Ergänzungsfutter, das mir die Arbeit leichter macht. Wenn du wissen möchtest, welches, frag mich gern.
Gut zu wissen
Auffälligkeiten wie starker Mundgeruch, kahle Stellen, Schuppen, ständiges Kratzen oder Lecken an den Pfoten gehören zum Tierarzt. Pflege ersetzt keine Untersuchung.
Geschrieben von Marvin
Hundehalter aus dem Münsterland. Lebt mit Toby und schreibt hier über das, was die beiden zusammen gelernt haben. Mehr über uns →
Fragen zu Futter und Pflege?
Mach den kostenlosen Futter-Check in zwei Minuten. Danach kannst du direkt ein Festessen anfragen, also meine kostenlose Futterberatung – persönlich, in Ruhe und ohne Druck.
Kostenlosen Futter-Check startenDas könnte dich auch interessieren
Ich bin Hundehalter, kein Hundetrainer oder Tierarzt. Hier teile ich, was Toby und mir geholfen hat. Die Inhalte dieses Ratgebers sind bewusst allgemein und gelten für jeden Hund.


