Ernährung · ca. 5 Minuten Lesezeit
Futterumstellung beim Hund: So klappt der Wechsel
Ein neues Futter ausprobieren? Dann lieber Schritt für Schritt. Hier erfährst du, warum der Darm deines Hundes Zeit braucht, wie ein sanfter Übergang aussieht und woran du merkst, dass alles gut läuft.
Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026 · von Marvin

Das Wichtigste in Kürze
- Stelle das Futter über etwa 7 bis 10 Tage um, bei empfindlichen Hunden auch über 2 bis 3 Wochen.
- Mische altes und neues Futter und erhöhe den neuen Anteil schrittweise.
- Achte in dieser Zeit vor allem auf den Kot deines Hundes – er zeigt dir am ehesten, ob das Tempo passt.
- Läuft es nicht rund, nimm einfach das Tempo raus.
Warum der Wechsel Zeit braucht
Im Darm deines Hundes leben unzählige Mikroorganismen, die sich auf das gewohnte Futter eingestellt haben. Kommt plötzlich ein ganz anderes Futter in den Napf, müssen sie sich erst anpassen. Geht das zu schnell, reagieren viele Hunde mit weichem Kot, Blähungen oder einem grummelnden Bauch.
Ein langsamer Übergang gibt der Verdauung die Zeit, die sie braucht. Und ganz nebenbei kann sich dein Hund auch geschmacklich an das Neue gewöhnen.
Der 4-Schritte-Plan für eine sanfte Umstellung
Als Faustregel hat sich dieser Plan über etwa eine Woche bewährt. Die Tagesmenge bleibt dabei insgesamt gleich – du veränderst nur das Verhältnis.
Tipp: Hat dein Hund einen empfindlichen Magen, ist er schon älter oder noch ein Welpe, dann bleib einfach jeweils ein paar Tage länger auf einer Stufe.
„Es gibt keinen Preis für die schnellste Umstellung."
Worauf du während der Umstellung achten solltest
- Der Kot: Er sollte geformt bleiben. Wird er dauerhaft weich, geh einen Schritt zurück und bleib dort ein paar Tage länger.
- Die richtige Menge: Futtersorten sind unterschiedlich energiereich. Orientiere dich an der Fütterungsempfehlung des neuen Futters und behalte das Gewicht deines Hundes in den nächsten Wochen im Blick.
- Nur eine Veränderung auf einmal: Neue Leckerlis oder Kauartikel lieber erst nach der Umstellung einführen. Sonst weißt du nicht, worauf dein Hund reagiert.
- Trocken- oder Nassfutter: Nassfutter enthält deutlich mehr Wasser. Beim Wechsel zwischen beiden ändern sich deshalb die Mengen – und oft auch, wie viel dein Hund trinkt.
- Frisches Wasser: Sollte immer bereitstehen, besonders beim Wechsel auf Trockenfutter.
Und wenn mein Hund das neue Futter nicht mag?
Manche Hunde sind bei Neuem erst einmal skeptisch. Das ist normal. Statt sofort aufzugeben oder Extras untermischen, hilft oft Geduld: Stell den Napf für etwa 15 bis 20 Minuten hin und räum ihn danach wieder weg – bis zur nächsten Mahlzeit. Viele Hunde lernen so schnell, dass es nichts anderes gibt. Ein paar Tropfen warmes Wasser über dem Trockenfutter können den Geruch zusätzlich verstärken.
Gut zu wissen
Etwas weicher Kot in den ersten Tagen ist normal. Hält der Durchfall aber länger als ein, zwei Tage an oder wirkt dein Hund schlapp, lass kurz deinen Tierarzt draufschauen.
Und falls dein Tierarzt ein spezielles Futter empfohlen hat, gilt natürlich sein Plan.
So war es bei Toby
Bei uns lief es ehrlich gesagt anders als im Lehrbuch. Toby hatte schon mit seinem alten Futter immer wieder Durchfall, und wir haben von verschiedenen Tierärzten ganz unterschiedliche Ratschläge bekommen: mal sofort umstellen, mal abwechselnd füttern. Sein heutiges Futter hat uns schließlich ein Tierarzt empfohlen.
Wir haben nur drei Tage halb-halb gefüttert und dann komplett gewechselt. Danach hatte Toby noch zwei Tage einen etwas empfindlichen Bauch – mit ruhigen Spaziergängen und viel Bauchkraulen war das aber schnell vorbei. Seitdem läuft es rund. Und wenn doch mal etwas ist, weiß ich inzwischen, worauf ich achten muss.
Es tut mir bis heute leid, dass wir so lange herumprobieren mussten. Umso schöner ist es, zu sehen, wie gut es ihm jetzt geht – für ihn und für mich ist alles so viel einfacher geworden.
Mein Tipp: Hat dein Hund schon Verdauungsprobleme, stimm das Tempo der Umstellung am besten mit deinem Tierarzt ab.
Geschrieben von Marvin
Hundehalter aus dem Münsterland. Lebt mit Toby und schreibt hier über das, was die beiden zusammen gelernt haben. Mehr über uns →
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Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Beratung. Die Inhalte dieses Ratgebers sind bewusst allgemein und gelten für jedes Futter.


